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DAVE im Interview

Im Jahr 2014 begeisterte das DAVE-Festival erstmals Tausende von Besuchern. Die Mitglieder des DAVE-Teams Philipp und Kai-Uwe sprechen im Interview über den Erfolg des Festivals, was es so besonders macht und die Potentiale der Landeshauptstadt.

Das Festival ist mehr als nur elektronische Musik, sondern enthält auch Visuals und Workshops. Wie kam es zu der Idee, das Festival so außergewöhnlich zu gestalten?

Philipp: Es war eigentlich von Anfang an klar, dass z.B. die Visuals ein wesentlicher Bestandteil des Festivals sein werden.

Kai-Uwe: Es kam auch in vielen Gesprächen heraus, dass wir kein Festival machen wollen, das nur eine große Party ist, sondern wir wollen, dass die Menschen einen Mehrwert davon haben. Ein Ziel ist es auch, den Ruf der elektronischen Musik zu stärken und zu zeigen, dass elektronische Musik weitaus mehr kann, als nur die Leute zu bespaßen.

Das Festival ist explizit auf Dresden ausgerichtet. Was macht es gerade hier so besonders?

Philipp: Hier in Dresden ist noch lange nicht alles erschlossen, es gibt noch so viele spannende Locations und massig Ideen, die wir umsetzen wollen.

Kai-Uwe: Das Spannende ist einfach, dass man nach zwei Jahren merkt, dass die Leute neugierig auf DAVE sind. Man hat das Gefühl, die Leute sehen etwas, das es vorher so noch nicht gab. Wenn man von Festivals in Dresden spricht, beschränkt sich das oft auf die Neustadt. Wir wollen noch mehr Orte miteinbeziehen und sehen in Dresden großes Potential.

Ihr habt den Förderpreis der Landeshauptstadt gewonnen. Was bedeutet das für euch und für das DAVE-Festival?

Kai-Uwe: Ich war erst einmal sprachlos, aber auch stolz auf das, was wir in den letzten zwei Jahren mit dem Team geschafft haben.

Philipp: Es war wirklich eine totale Überraschung und wir hätten nie so früh damit gerechnet. Natürlich sind die 5000 Euro Preisgeld ein Segen für uns, um Kosten zu decken. Es ist aber auch symbolisches Kapital. Wir bekommen jetzt mehr Aufmerksamkeit, was natürlich super ist für Kooperationen oder sogar Sponsoren.

Die Musikwirtschaft ist auf dem Vormarsch. Was würdet ihr euch in der Zukunft für DAVE und für die elektronische Musikszene in Dresden wünschen?

Kai-Uwe: Für die junge Musikkultur ist es natürlich schwer, ein gewisses Standing zu bekommen. Ich glaube, dass hier in Dresden die Möglichkeit für elektronische Musik noch mehr ausgeschöpft werden sollte.

Wen wollt ihr mit dem Festival ansprechen?

Philipp: Alle. Vor allem im letzten Jahr war das Publikum sehr vielfältig.

Kai-Uwe: Wir wollen ein Publikum ansprechen, das offen für elektronische Musik ist. Das reicht von Kindern und Jugendlichen bis hin zu älteren Menschen.

Was wird uns auf dem Festival 2016 erwarten?

Kai-Uwe: Die Klassiker wird es auf jeden Fall wieder geben. Dazu gehört natürlich die Eröffnung, 8×8, Beyond the Club und zahlreiche Workshops.

Philipp: Wir basteln gerade an originellen, innovativen Ideen. Vieles ist jetzt noch im Konzeptionalisierungsprozess. Aber es wird einige neue Konzepte geben.

 

Foto: Moritz Schlieb

 

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