Nachgefragt: WGD GestalterIn des Monats

Nachgefragt: Wir gestalten Dresden – Aufsichtsrat und Vorstand stellen sich vor

Auch im neuen Jahr sind wir den Gesichtern der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft wieder auf der Spur.

Wer sind die Köpfe hinter dem Branchenverband? Warum engagieren sie sich für Wir gestalten Dresden? Wie sieht der Alltag des WGD Vorstands aus? Und was macht man eigentlich als Aufsichtsrat?

 Wir haben Nachgefragt!

In unserer neuen Reihe Nachgefragt: Wir gestalten Dresden antworten Vorstand und Aufsichtsrat seit Dezember 2014 regelmäßig auf unseren Fragekatalog. Im Steckbrief-Format stellen sich neue und bereits bekannte Gesichter vor – 2015 starten wir mit Klaus Heidemann, Aufsichtsrat für den Werbemarkt.

Klaus Heidemann

Klaus Heidemann ist Fachkaufmann für Marketing und Vertrieb. Er machte den Einstieg in die Werbewirtschaft mit dem Hip-Hop-Magazin BOOMY – seit 1997 ist er in der Branche tätig. 2000 gründete er die Werbeagentur griot communications, die sich auf mittelständige Unternehmen spezialisiert.

 

 

Deine Arbeit als Aufsichtsrat/Vorstand für Wir gestalten Dresden in 140 Zeichen:

Das Kommunizieren der Interessen „meiner“ Branche verbandsintern und –extern. Zusammenarbeit ist ein wichtiges Thema, die Wertschätzung unserer Arbeit ebenso.

Als Aufsichtsrat/Vorstand braucht man…

…viel Idealismus für diese ehrenamtliche Tätigkeit, eine tiefe Verwurzelung in „seiner“ Branche, ein aktives Mundwerk auch zu manch’ später Stunde.

Wenn ich nicht als Aufsichtsrat/Vorstand für den WGD arbeite, dann…

… tanze ich wie so viele anderen Kreativen auch auf mehreren Hochzeiten. Halbtags betreue ich als selbstständiger Werbegrafiker meine Kunden aus dem Tourismus und dem Mittelstand, den anderen halben Tag arbeite ich im Kommunikationsteam eines großen Dresdner Reiseveranstalters. Und die dritte Hälfte des Tages nutze ich für privates Engagement wie z.B. die BRN-Zeitung.

Was macht Dresden als Standort für die Kreativwirtschaft einzigartig?

Ich glaube, Dresden hat eine gute Größe. Einerseits ist es groß genug, um verschiedenen Facetten der Kultur- und Kreativwirtschaft eine (Schaffens-) Heimat zu geben, andererseits ist es klein genug, um diese Branche auch einigermaßen überblicken zu können. So ist eine gute Grundlage für Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen gegeben.

Außerdem ist der Ruf als „Kulturstadt“ durchaus förderlich für das Image der Stadt, nur muss sich dass nun auch auf die Wahrnehmung der aktuellen Akteure übertragen. Nicht zuletzt gibt es einige Engagierte, die sich für die Gestaltung ihrer Lebens- und Arbeitsumwelt einsetzen.

Was muss in Dresden verändert werden, damit die Kreativbranche weiterhin erfolgreich bleibt – und sogar noch erfolgreicher wird?

Das Potenzial und die Kompetenz, welche in Dresden vorhanden sind, müssen besser genutzt werden. Hier erwarte ich mehr Beachtung und Wertschätzung durch die Verantwortlichen. Die „klassische“ Wirtschaft zeigt ein verstärktes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft, um dieses Know-how für sich zu nutzen. Das sollte m.E. noch ausgebaut werden. Hier sollten wir an besseren Möglichkeiten zur Vernetzung arbeiten.

Welche drei Ziele hast du dir für deine Branche gesetzt?

Permanent wird von einem Wandel der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft gesprochen. Die Kultur- und Kreativbranche muss und wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Ein Beispiel dafür sind die Emotionalisierung der Produkte oder auch die Produktverbesserung durch das Design. Hier muss verdeutlicht werden, dass solche kreativen Leistungen das Ergebnis von harter und kompetenter Arbeit sind.

Außerdem ist es m.E. absolut notwendig, dass Dresden sich gerade (aber natürlich nicht nur) im Dresdner Jahr der „Weltoffenen Stadt der Kreativen“ nicht nur mit den Kultur- und Kreativschaffenden schmückt, sondern auch mit ihnen zusammengearbeitet. Es z.B. sinnvoll, im Stadtmarketing die Kompetenzen zu nutzen, die hier in der Stadt angesiedelt sind. Dann könnte man auch wirklich die Einzigartigkeit der Stadt kommunizieren.

Nicht zuletzt sollte die Zusammenarbeit innerhalb der Kultur- und Kreativbranche sowie auch mit anderen Branchen unterstützt werden. Dafür müssen auch noch zusätzliche geeignete Plattformen geschaffen werden. Denn vom Zusammengehen der unterschiedlichen Kompetenzen und Arbeitsweisen werden alle Beteiligten profitieren.

Welches Klischee über deine Branche nervt dich am meisten?

„Mach’ mir mal ein Logo, bei Dir geht das doch ganz schnell.“ Jeder, der mit Design und Gestaltung seine Brötchen verdient, hat diesen Satz schon einmal gehört. Zu oft wird kreative Tätigkeit noch nicht als Arbeit wertgeschätzt. Aber teilweise sind wir Kreative daran auch selbst Schuld, doch das ist ein neues Thema.

Und was leider nur die wenigsten wissen:

Eine Ausschreibung ohne Vergütung schadet allen, auch den Ausschreibenden.

Wir gestalten Dresden bedeutet für mich…

… die Möglichkeit, aktiv an der Verbesserung meines Arbeits- und Lebensumfeldes mitzuwirken. Meckern kann jeder, aber an einer Veränderung mitarbeiten nun auch.

Dein Mantra?

Werbung muss werben. Oder ist das schon zu fachspezifisch?

 

Erreicht Klaus via werbemarkt@wir-gestalten-dresden.de
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