Nachgefragt: WGD GestalterIn des Monats

Nachgefragt: Wir gestalten Dresden – Gestalter_In des Monats

Kunst, Unternehmertum und Geduld

Dresden hat als Kulturstadt viel zu bieten, v.a. in Bezug auf die schönen Künste. Vor allem im Kunstmarkt wird oft auf die Trennlinie zwischen Kunst und Kommerz verwiesen. Moment mal, sprechen wir hier von einem entweder…oder oder nicht eher von einem sowohl…als auch? Wir haben Nachgefragt!

NACHGEFRAGT! im April: Ricardo Schwarz

In unserer Portraitreihe Nachgefragt! lassen wir die Menschen zu Wort kommen, die Dresdens Kultur- und Kreativszene einzigartig machen. Mit zehn Fragen und einem Selfie #atwork wagen wir den Blick hinter die Kulissen. Wir wollen wissen, wer Dresdens Querdenker und Ideengeber sind, warum ihr Herz für Dresden schlägt und wie sie sich selbst und ihre Arbeit sehen. Was braucht man um als Kreativschaffender Erfolg zu haben? Und wo ist Dresden eigentlich am kreativsten?

Über kreative Hotspots jenseits der Neustadt, bezahlbare Arbeitsräume und den Mehrwert verschiedener Blickwinkel und Wahrnehmungen –

Diese Woche bei uns: Ricardo Schwarz, Kunstmaler

ricardo schwarz
Ricardo Schwarz ist mit Kunst aufgewachsen. Seine Großeltern haben ihn geleitet und angeleitet. Doch bevor er selbst den Mut fand, sich künstlerisch zu verwirklichen, war er im Management des Einzelhandels tätig, was sich nicht als Nachteil erwies.
Seit September 2010 betreibet er in Pieschen das Atelier R. Schwarz, bietet Kunstkurse für Kinder und Senioren an und veranstaltet ein mal im Monat die Freitagskultur.

Dein Geschäftskonzept in 140 Zeichen
Ich verbinde meine Malerei mit Kommunikation, in meinen Kursen, den Atelierkonzerten und in der eigenen Arbeit.

Welcher Gegenstand ist aus deinem Arbeitsumfeld nicht wegzudenken?
Das Notebook ;)

Wenn ich anderen erkläre, was ich beruflich mache, dann…:
Bekomm ich immer erstmal zu hören, „Und von Kunst kann man Leben“? Es ist schwer den Leuten zu erklären was alles dazugehört wenn man als Künstler arbeitet, in erster Linie bin ich ja trotzdem Unternehmer.

Um in meiner Branche Erfolg zu haben, braucht man…:
Geduld, und zwas sehr, sehr viel davon.

Reach to the stars: Wo siehst du dich in 5 Jahren?:
In 5 Jahren habe ich hoffentlich nochmal Lust gehabt die Künstlerkolonieidee wieder raus zu kramen und Leite einen Ort für Kunst und Lust am Leben.

Wenn du in Dresden eine Sache verändern könntest, dann…:
Würde ich weniger die großen Museen unterstützen und viel, viel mehr in die Kleinen Projekte und Ideen stecken.

Wo ist Dresden am kreativsten?
Wenn es darum geht Ideen Steine in den Weg zu legen.

Welches Klischee über deine Branche nervt dich am meisten?
Das man uns Künstler allgemein eher als Menschen sieht die IMMER lange schlafen, viel Wein trinken und nie Geld haben.

Und was leider nur die wenigsten wissen:
Das Künstler sein eine Entscheidung darüber beinhaltet, sich selbst völlg der Kunst zu Opfern, auch wenn es mal nur rote Zahlen gibt.

Dein Mantra?:
„wenn wir uns von der vorsstellung lösen, alles müsse immer so weitergehen wie bisher, dann laden uns plötzlich tausend neue Wege, zu neuem Leben ein.“

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