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Warum eigentlich Dresden?

Die Studie „Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden“ von 2011 zeigte, dass für die Kreativszene zwar gute Arbeitsbedingungen in der Stadt Dresden bestehen, jedoch parallel auch noch deutliche Entwicklungshemmnisse die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft einschränken. Dies führt zur Abwanderung kreativer Unternehmen in Städte wie zum Beispiel Leipzig oder Berlin, in denen ein attraktiveres Angebot besteht. Trotz verschärfter Standortfaktoren entscheiden sich kreative Unternehmen jedoch auch immer wieder für Dresden.

Warum eigentlich Dresden – ein Rückblick.

„Wir brauchen eine Stadt“

Im Sommer 2014 stellt Jana Wieduwilt fest: „Wir brauchen eine Stadt“. Die PR-Agentur textgrafikwerkstatt hat zu diesem Zeitpunkt Standorte in Senftenberg und in Lauchhammer. Nach einem halben Jahr war klar: Es geht nach Dresden. Die Idee entstand wie so viele Dresdner Erfolgsgeschichten an einem Abend in einer Neustadtkneipe. Der nächste Schritt führte Wieduwilt zu Wir gestalten Dresden. Gemeinsam haben wir in der Marienstraße über die Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft, kreative Unternehmer und Kontaktmöglichkeiten vor Ort gesprochen. Anfang Februar hat die textgrafikwerkstatt ihre neuen Büroräume in Pieschen bezogen. Wir haben uns mit Jana Wieduwilt zum Interview getroffen, um mehr über sie und ihre Entscheidung für Dresden zu erfahren.

Angefangen hat 2006 alles an einem Küchentisch namens Hans-Günther; damals startete die textgrafikwerkstatt als Freiberuflernetzwerk. Seit 2008 beschäftigt die textgrafikwerkstatt eigene Mitarbeiter_Innen, heute gehören vier Angestellte zum Team. Die textgrafikwerkstatt hat sich auf das Marketing von regionalen Marken spezialisiert. Zum Kundenkreis gehören vor allem Unternehmer aus Tourismus, Hotellerie und Dienstleistungsunternehmen der Lokalregion.

Gefühl für die Sache und viel Spaß an der Arbeit

Jana Wieduwilt bietet ihrem Kundenkreis nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit – das bedeutet räumliche Nähe und enge Kundenbindung, um zu verstehen woher die Marke kommt, wofür sie steht und aus diesem Blickwinkel heraus eine authentische Marketingstrategie zu entwickeln. Absolutes Highlight 2014: Das Marketingpaket rund um die Spreewälder Gurken im Auftrag des Spreewaldvereins. Für die Kampagne entwickelte die textgrafikwerkstatt neben überregionaler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter anderem ein Kochbuch rund herum um das Thema Spreewälder Gurken; Ideengeber waren verschiedenste Köche aus dem Spreewald. „Regionale Marken mal anders präsentieren“heißt intensive Projektarbeit und langfristige Kundenbeziehungen. Im Fall der Spreewälder Gurken war das Team der textgrafikwerkstatt wochenlang in der Region unterwegs: „Wir haben im letzten Jahr so viele Gurken gegessen, das können Sie sich gar nicht vorstellen!“.

Neuer Standort: Warum Dresden?

Hinter der textgrafikwerkstatt steht die bewusste Entscheidung in der Region zu wirken und regional etwas zu tun. In der Lausitz gibt es schöne Projekte, wie Wieduwilt betont, aber der Agentur fehlt der kreative Nachwuchs. Der Weg zum Studium für Marketing, PR und Gestaltung führt nach Dresden, Leipzig oder Berlin. Die ländliche Region ist nicht das ideale Umfeld für junge Kreative, es gibt außerdem kaum andere Agenturen mit ähnlichem Profil. Wieduwilt entschied sich deshalb für „frischen Wind aus der Stadt“. Auf Standortsuche sprachen verschiedene Kriterien für Dresden: Vergleichsweise günstige Mieten, der kurze Weg nach Senftenberg und Lauchhammer, vor allem aber das kreative Netzwerk vor Ort.

Schlüsselwort: Networking

Dresdens kreative Szene bietet die Möglichkeit für Austausch über Projekte, Büroalltag und betriebswirtschaftliche Probleme, aber auch Spielraum für Zusammenarbeit bei Workshops oder Vorträgen. Für die Standortwahl der textgrafikwerkstatt war der Kontakt zu anderen kreativen Unternehmern ausschlaggebend, denn „man kann nicht besser werden wenn man nicht den Austausch mit anderen guten Kreativen sucht“. Abends mal noch ein Bier trinken gehen, Mittagspause im eigenen Büro in Pieschen und am liebsten bald zum WGD-Branchenhearing Werbemarkt – Dresden bedeutet für Jana Wieduwilt Inspiration an allen Ecken. Hans-Günther 2.0 ist deshalb jetzt auch in Dresden eingezogen, denn am Küchentisch lässt es sich nach wie vor am besten denken, entwerfen und Pläne machen.

 

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