Wir finden es ist Zeit, nicht nur über Modelle und Nutzer, sondern auch über und vor allem mit Betreibern zu sprechen. Wir schaffen mit KWARTIERE eine Plattform für alle Kreativraumbetreiber Dresdens. Egal ob Coworking Space, lose Bürogemeinschaft, Freiraum, Ideenfabrik, TechLab, offene Werkstatt, Sharingkonzept o. ä., alle haben etwas gemeinsam: Machen!
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es daher, die verschiedenen BetreiberInnen zu vernetzen, eigene Erfahrungen weiter zu tragen und vor allem gemeinsam Herausforderungen anzupacken. Wir möchten außerdem gemeinsam mit regionalen und überregionalen Referenten einen Dialog mit und für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden voranbringen.

Bezahlbarer Raum für die Kreativ- und Kulturwirtschaft

Insbesondere Räume für Kultur- und Kreativwirtschaffende sind ein hochaktuelles Thema, nicht nur in Dresden. Vor allem hier steigen aber Mieten für Gewerbe und Wohnen überdurchschnittlich schnell; glänzende Aussichten für die Vermarktung von Wohn- wie Gewerbeimmobilien befördern Sanierungsvorhaben und daneben auch Spekulationsgeschäfte. In den letzten Monaten bis Jahren hat dieser Trend an Rasanz gewonnen – auch, weil Dresden bundesweit als aussichtsreicher Markt für Investitionen gilt. Die Begründung dieser Tendenz – eine wachsende Attraktivität des Standorts – erscheint begrüßenswert, ihre Folgen stellen die lokale Szene von Kreativen und Kulturschaffenden jedoch vor ernste Herausforderungen. Letztlich arbeiten genannte Tendenzen genauso entgegen der lokalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wie der Gesamtattraktivität von Dresden als Investitions-, Arbeits- und Wohnort. Ja, es gibt etwas zu verlieren!

Die Kultur- und Kreativwirtschaft zählt in Dresden zu den am dynamischsten wachsenden Branchen. Ihre Bedarfe bei Büro- und Arbeitsräumen unterscheiden sich jedoch wesentlich von denen anderer Branchen. Diese Umstände müssen einerseits von Verwaltung wie Politik ernstgenommen und  zielgerichtet bearbeitet werden. Andererseits erfordert die Situation ein erhöhtes Maß an Engagement durch die Szene selbst. KWARTIERE will hier aktiv an Lösungswegen mitarbeiten. Gemeinsam mit Branchenakteuren sowie VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft möchten wir das Thema einerseits vertieft diskutieren, andererseits mögliche Strategien zur Bewältigung aufzeigen, Ideen liefern und konkrete Vorhaben unterstützen.

Diagnose: Schwere See. Ergo: Mitgestalten!

Über die Bedrohung von Räumen und Orten wurde viel geredet – in öffentlichen Runden, mit Verwaltungsträgern, Politik, den Kreativen und Kulturschaffenden; das Thema ist mittlerweile in der allgemeinen Öffentlichkeit angekommen. Gleichzeitig sind Orte der Produktion und von kulturellen Angeboten bereits verdrängt worden oder sehen sich akut bedroht. Orte wie die LÖ14, das friedrichstadtZentral, die Galerie Adam Ziege, die Blaue Fabrik, das Künstlerhaus Loschwitz, die Stauffenberallee 11 oder das Kreativzentrum neonworx unterliegen sehr unterschiedlichen Nutzungs- wie Finanzierungsmodellen, stehen aber vor sich ähnelnden Herausforderungen in einer boomenden Stadt, die ihre Nischen zusehends verliert.

Unsere Veranstaltungsreihe KWARTIERE soll hier einerseits Ort für Reflexion und Austausch sein, andererseits auch konkrete Auswege aufzeigen, das Lernen von Best Practices ermöglichen, erfolgreiche Betreibermodelle unter die Lupe nehmen – und nicht zuletzt ambitionierte Macher und konkret Betroffene mit Entscheidern aus der allgemeinen- wie Immobilienwirtschaft, aus Verwaltung und Politik  zusammenbringen. Wir möchten gemeinsam mit regionalen und überregionalen Referenten einen Dialog zu nachhaltigen und alternativen Betreibermodellen von Räumen und Immobilien durch die Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresdenbeginnen.

Die KWARTIERE startete 2013 mit einer Auftaktkonferenz. Hier geht es zur Review.