Frank K. Richter-Hoffmann

IHR SEID WIR Nr. 9
Wir machen Dresdens kreative Köpfe sichtbar und stellen euch jeden Mittwoch eines von 110 WGD-Mitgliedern aus 12 Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft vor.
Im März nehmen wir den hiesigen Kunstmarkt in den Blick und besuchen heute den bildenden Künstler Frank K. Richter-Hoffmann.

Frank beschreibt sich selbst als performing-visual-traveling-artist und sammelt in dieser Beschreibung die Vielfältigkeit und auch die Herausforderungen seines künstlerischen Schaffens. Der gebürtige Dresdner studierte erst in Bremen und Berlin – und erlangte 2009 sein Diplom als Bildender Künstler an der HfbK Dresden.

In intensiver Auseinandersetzungen mit seiner Innenwelt, entstehen abstrakt organische Malereien sowie farbige Holz- und Linolschnitte.
Zwar schätzt Frank zur Inspiration den Abwechslungsreichtum großer Städte oder das Treiben der Dresdner-Neustadt, für die Umsetzung seiner Kunst jedoch zieht er sich an ruhige Orten zurück. Als besondere Erfahrung in dieser Hinsicht nennt Frank die ersten zwei Monate diesen Jahres, die er als Stipendiat im Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel verbracht hat. Abseits des Alltags konnten hier in einem konzentrierten, kontinuierlichen Arbeitsprozess farbintensive Arbeiten mit Acryl- und mehrfarbiger Kaligraphietusche entstehen. Klare Linien und Abgrenzungen der Formen auf den dort entstandenen Bildern weisen auf den Titel „Ortung der Konturen“ hin und stehen in engem Zusammenspiel eines Loslösens von dem Konkreten und einer Aufforderung nach entgrenztem Sehen.

Wir haben Frank gefragt:

Warum bist Du Mitglied bei WGD geworden?
Frank: Ich bin schon eine Weile Mitglied bei WGD, relativ früh nach meinem Start in die Selbstständigkeit – um Kontakte zu knüpfen und zu netzwerken.

Mit WGD verbindest Du?
Frank: Leider sind die Beteiligungsformate nicht alle meines, der Schwerpunkt ist zu sehr auf die Kreativwirtschaft gerichtet, wobei ich wirtschaftlich rentabel noch lange nicht arbeiten kann.

Was macht Dresden für Dich als kreativen Standort aus?
Frank: Die Stadt der kurzen Wege, die Möglichkeit der Konzentration auf die künstlerische Arbeit, weniger Ablenkung als zum Beispiel in Berlin und die Vertrautheit.

Für was sollte sich WGD (stärker) einsetzen?
Frank: Ich wünsche mir, dass es möglich bleibt in Dresden zu leben und zu arbeiten.
Die Aufmerksamkeit sollte mehr auf einzelne Kunstschaffende gerichtet werden, um damit deren Wahrnehmung in der Stadt zu vergrößern.

Wer Franks Kunst in Dresden erleben möchte, wird noch dieses Jahr die Gelegenheit im BLICKPUNKT – Kunst in der Forststraße (Praxisklinik Herz und Gefäße) bekommen – hier ist seine nächste Ausstellung in Planung.

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