Verlag Voland & Quist

IHR SEID WIR Nr. 22
Wir machen Dresdens kreative Köpfe sichtbar und stellen euch jede Woche eines von 119 WGD-Mitgliedern aus 12 Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft vor.

Im Juli liegt unser Branchenfokus auf dem Buchmarkt. Auf unserem Streifzug durch die Dresdner Literaturbranche machen wir den ersten Halt bei unserem langjährigen Mitglied, dem Verlag Voland & Quist.

📖🎙Spezialisiert auf die Veröffentlichung von Literatur – die auch für die (Lese-)Bühne und den Vortrag verfasst wurde – sind Voland & Quist für ihre originellen und humorvollen Bücher bekannt. Als erster Verlag, der in Deutschland Bücher mit audio bzw. visuellen Medien konzipierte, erscheinen viele Titel mit zugehöriger CD/DVD. Kindern unter Kirsten Fuchs „Miesepups“ und Eltern unter Nico Semsrott „Der Kalender des Scheiterns“ sowie Marc-Uwe Kling „Der falsche Kalender“ bekannt, präsentiert der Verlag seit 18 Jahren zeitgenössische urbane Literatur – in entsprechender Form.

📀📚 Marc-Uwe Klings Bestseller wurde hier als Graphic Novel „QualityLand Band 1.1 und 1.2“ aufgelegt. Und die 1994 in Dresden gegründete Reggae- und Ska Band „Yellow Umbrella“ bringt hier ihre Kinderbuch-Reihe „Reggaehase Boooo“ samt Buch-CD heraus. Auch Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer fühlt sich hier seit 14 Jahren gut verlegt. Der Verlag möchte die Vorlese-Qualitäten seiner Autor:innen für alle Leser:innen erlebbar machen. So könnt ihr den Lesungen passionierter Bühnenpoet:innen ebenso lauschen und auch die Live-Atmosphäre einer Literaturshow zu Hause nacherleben.

📍2004 in Dresden gegründet, hat die Gesellschaft ihren Hauptsitz immer in der Landeshauptstadt behalten, wenngleich sie ihr Tagesgeschäft seit 2018 nach Berlin verlagert hat. Leif Greinus, Verleger und Gründer des Verlages, nennt hierfür die Gründe: „Berlin als „Verlagsstadt“ bietet Face-to-Face Kontakte mit literarischen Agenturen, 70-80% der Autor:innen von Voland & Quist leben in Berlin, hier findet unser permanenter Austausch statt.“

Erinnert Leif sich an das Jahr 2003 zurück, dann weiß er zu schätzen, dass er in Dresden dennoch literarische Formate etablieren konnte, die vor ihm noch nicht da waren. Begonnen hat er mit dem Poetry-Slam im Bärenzwinger – später dann in der Scheune Dresden und aktuell am 25.08. im Hygienemuseum Dresden sowie ab dem 14.09. wieder monatlich in der GrooveStation Dresden – 2005 hat er in Dresden die Lesebühne Sax Royal ins Leben gerufen, die mit zwischenzeitlich weit über 100 Zuschauer:innen zu einem begehrten Event geworden ist.

Auf vielfache Weise fördert Leif mit seinen Ideen das literarische Leben Dresdens. So gründete er 2007 gemeinsam mit dem Schriftsteller Michael Bittner das Dresdner Literatur Jetzt! – Festival. Vom 21. Bis 25. September 2022 findet es zum 14. Mal (seit 2019 in der Trägerschaft des Literatur JETZT! e. V.) statt. Hier trifft das geschriebene Wort auf eine gesprochene Gegenwart. Seither versuchen die Organisator:innen in zahlreichen Formaten und Veranstaltungen, hemmende Grenzen zwischen der Welt der literarischen Hochkultur und der Szene der literarischen Populärkultur zu überwinden. Verschiedenste Formen der Literatur treffen hier auf Musik und Entertainment, mit Darstellender oder Bildender Kunst, mit journalistischer, aber auch (sozial)wissenschaftlicher Betrachtung. Zusammengehalten durch die Aktualität der Themen – wird das Hier und Jetzt verhandelt.

Für die Zukunft wünscht Leif sich ein Literaturhaus für Dresden – wie etwa in Berlin, München oder Hamburg. Außerdem literarischen Nachwuchs – nicht „nur“ junge Autor:innen, sondern ebenso junge Literaturveranstalter:innen und Literaturvermittler:innen

Ohne Kreative wäre Dresden nur eine Wiese an einem Fluss.
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