Nachgefragt: WGD GestalterIn des Monats

Nachgefragt: Wir gestalten Dresden – Gestalter_In des Monats

Kompetenz, Konzepte, Strukturen: galerie module GbR

Dresden hat als Kreativstadt viel zu bieten: Junge Startups, neue Kreativräume und Lust auf mehr. Für viele zeigt sich Dresdens Kreativpotenzial allerdings erst auf den zweiten Blick – das muss anders laufen. Schluss machen mit Klischees und lieber Nachgefragt!

NACHGEFRAGT! im März: Verena Andreas

In unserer Portraitreihe Nachgefragt! lassen wir die Menschen zu Wort kommen, die Dresdens Kultur- und Kreativszene einzigartig machen. Mit zehn Fragen und einem Selfie #atwork wagen wir den Blick hinter die Kulissen. Wir wollen wissen, wer Dresdens Querdenker und Ideengeber sind, warum ihr Herz für Dresden schlägt und wie sie sich selbst und ihre Arbeit sehen. Was braucht man um als Kreativschaffender Erfolg zu haben? Und wo ist Dresden eigentlich am kreativsten?

Über kreative Hotspots jenseits der Neustadt, bezahlbare Arbeitsräume und den Mehrwert verschiedener Blickwinkel und Wahrnehmungen –

Diese Woche bei uns: Verena Andreas, Inhaberin der Agentur galerie module GbR

Verena Andreas studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Seit 2010 ist sie Selfie-Verena-Andreasfreischaffend als Grafikerin und Kulturmanagerin tätig – 2011 rief sie das Projekt galerie module GbR ins Leben. galerie module versteht sich als Agentur, deren Aufgabe darin besteht, Räume an Kunstschaffende zu vermitteln und Kunstschaffende an Räume. Ziel ist, durch temporäre Ausstellungen und künstlerische Veranstaltungen Off-Spaces als Präsentationsplattformen zu nutzen, Erlebnisräume zu erzeugen, damit ein einzigartiges Bewusstsein für Orte zu schaffen und Showroom für Kunst, innovative Raum- und Technikkonzepte zu bieten.

galeriemodule

Dein Geschäftskonzept in 140 Zeichen: 

Als PopUp-Galerie und über unsere Plattform KREATIVRAUMAGENTUR.de vermitteln wir Räume an Kunst- und Kreativwirtschaft und Kunst- und Kreativwirtschaft an Räume.

Welcher Gegenstand ist aus deinem Arbeitsumfeld nicht wegzudenken?

Torsten Rommel.

Wenn ich anderen erkläre, was ich beruflich mache, dann…

… sind die Meisten davon begeistert, dass wir mit unserer Erfahrung und Kompetenz Konzepte und Strukturen dafür entwickelt haben, dass Kreative in Dresden einen erleichterten Zugang zu bezahlbaren Arbeitsräumen bekommen. Und dann erkläre ich Ihnen wie man davon leben kann. 

Um in meiner Branche Erfolg zu haben, braucht man…

… ein gutes und aktives Netzwerk, Vermittlungskompetenz, Vertrauen der beteiligten Akteure und nicht zuletzt die Fähigkeit, die Potentiale von Angeboten und Nachfragen zu erkennen und sinnvoll und nachhaltig zu „matchen“. Dazu noch eine gepolsterte Tasche, um Seitenhiebe wegzustecken.

Reach to the stars: Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Ich könnt ja nicht mal sagen was das nächste Jahr passiert. Seit der Gründung von galerie module 2011 hat sich so viel Neues ergeben, haben sich unerwartete Chancen aufgetan und Ungeplantes entwickelt, dass ich auch nicht weiß was über meinem Namen auf der Visitenkarte stehen wird. Aber die Frage war ja wo… ich denke in Dresden.

Wenn du in Dresden eine Sache verändern könntest, dann…

…bin ich schon dabei, das gemeinsam mit Anderen anzugehen.

Wo ist Dresden am kreativsten?

Überall, außer auf dem Neumarkt. Es sprießen ja gerade überall wieder Pflänzchen und kreative Hotspots aus dem Boden, wie das Atelierhaus am Jagdweg und das Rosenwerk. Da freuen wir uns, dass wir diese Räume vermittelt haben, die es zwar vorher schon gab, Raum und Nutzer aber eben noch nicht zusammengefunden hatten. Und dass das auch jenseits der Neustadt und sogar auf der anderen Elbseite stattfinden kann – das ist doch mal eine kreative Lösung! 

Welches Klischee über deine Branche nervt dich am meisten?

Klischees gibt’s ja viele, aber ich nehme das gern als Einladung an, miteinander ins Gespräch zu kommen. Klüger wird man nur durch Austausch und das Hineinversetzen in die Situation des Anderen. Ich bin tatsächlich immer neugierig auf verschiedene Blickwinkel und Wahrnehmungen – und auf deren Ursache.

Und was leider nur die wenigsten wissen:

Dass es eher kontraproduktiv ist, gute Ideen für sich zu behalten in der Hoffnung, damit mal den großen Wurf zu machen.

Dein Mantra?

Mehrwerte entstehen durch Teilung.

Mehr über galerie module
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Loomit bei der Arbeit

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Ich bin froh, dabei zu sein Loomit ist einer der Künstler, der sein Atelier in der Kultfabrik betreibt. 1983 sprühte er im zarten Alter von 15 Jahren sein erstes Graffiti, was noch ein Gerichtsverfahren zur Folge hatte. Seit 1989 kann Loomit von seiner – nun natürlich gesetzeskonformen –künstlerischen Arbeit leben. Doch heute ist er nicht nur beim Finanz-, sondern auch bei den Bauämtern der Kommunen ein gern gesehener Gast. In deren Auftrag gestaltete und gestaltet er in München und den umliegenden Gemeinden zahlreiche Fassaden und Unterführungen. Außerdem gibt Loomit Kurse für Schüler. Seine Aufträge führen ihn seit vielen Jahren nicht nur durch München, sondern in die ganze Welt. Dabei arbeitet er oft und gern mit anderen Künstlern wie DAIM zusammen. Mehr

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