Review Branchenhearing Filmwirtschaft

Review Branchenhearing Filmwirtschaft

Am 15. Januar wurde die Galerie und Aktionsraum Hole of Fame auf der Königsbrücker Straße zum Treffpunkt für das erste Branchenhearing der Dresdner Filmwirtschaft.

Die Filmwirtschaft wächst sehr schnell und befindet sich als Branche stets im Wandel. Die Rahmenbedingungen verändern sich permanent – die technische Ausstattung wird immer günstiger, neue Akteure erobern den Markt, aber gleichzeitig werden die Bedingungen für eine Existenzgründung für FreiberuflerInnen in der Filmbranche seit Jahren schwieriger. Auch für die Dresdner Szene besteht deshalb Redebedarf: Wie sollte eine effektive Förderlandschaft aussehen? Was braucht die Dresdner Filmwirtschaft? Wie lebe und überlebe ich eigentlich als FilmemacherIn?

Trotz oder gerade Filmstadt Dresden?

Wir haben deshalb eingeladen zur Diskussion über Rahmenbedingungen, Vor- und Nachteile des Standorts Dresden und zukünftige Projekte! Zum Branchenhearing trafen sich TeilnehmerInnen aus den verschiedenen Teilbereichen der Filmwirtschaft, Vereinen und Organisationen; unter anderem aus TV-, Spiel-, Werbe- und Kurzfilm, Dokumentation, Animation, Drehbuch, Produktion und Postproduktion. Moderiert von Kristin Eubling, Aufsichtsrat Filmwirtschaft Wir gestalten Dresden, diskutierte die Gesprächsrunde über die Vernetzung innerhalb der Branche, Fördermöglichkeiten und Dresden als Filmstadt.

Dresden – Imageproblem?

Das Fazit vorweg: Dresden gilt weiterhin als barocke Kulturstadt. Während Leipzig sich als moderne Medienstadt etabliert hat, zeigt sich Dresdens Charme und Potential für die Filmwirtschaft erst auf den zweiten Blick. „Dresden bietet unglaublich viele Facetten – man muss nur über die Brücke fahren und ist schon in einer anderen Welt. In Dresden ist alles da, man kann eigentlich jeden Tag filmen!“, sagt Sebastian Linda, Filmemacher aus Dresden. Trotzdem ist er nur selten vor Ort. Im Vergleich zu Berlin gibt es in Dresden zum Beispiel nur eine begrenzte Auswahl an AuftraggeberInnen, Produktionsmöglichkeiten und Zugang zu technischem Equipment. Die Dresdner Filmwirtschaft steht deshalb vor der Herausforderung bisher ungenutzte Potenziale zu entdecken, um Dresden als Standort insgesamt attraktiver zu machen.

„Filme machen ist eine persönliche Geschichte“

Netzwerken ist das Schlüsselwort des Abends: Die Dresdner Szene hat eher ein kooperatives als kompetitives Selbstbild; Ellenbogendenken führt hier ins Abseits. Für verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren fehlen jedoch konkrete Anlaufstellen. Räumliche Nähe als Standortvorteil für erfolgreiche Projekte lautet ein Stichwort. Die Schaffung eines Kreativzentrum mit dem Schwerpunkt Film wird angeregt, ebenso wie die Notwendigkeit konkrete Zahlen, Arbeitsschwerpunkte und Know-how der Filmbranche zu erarbeiten. In einem ersten Schritt fragt deshalb der Filmverband Sachsen in seiner „Studie Filmland Sachsen“ u.a. Wirtschaftszahlen der Filmwirtschaft in Sachsen ab. Der Fragebogen wird ab Februar bis Mitte März auf www.filmland-sachsen.de (Online ab Februar) für die Teilnahme freigeschaltet. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

„Geile Menschen – aber keine Kohle“

Das Branchenhearing war der Auftakt für mehr Austausch und gemeinsame Projekte. Wir werden in den kommenden Monaten weitere Netzwerktreffen organisieren und ausrichten, um hier anzuknüpfen und wichtige Anliegen der Filmwirtschaft weiter zu konkretisieren. Für 2015 wollen wir verschiedene Informationsveranstaltung speziell für die Szene anbieten, zum Beispiel zu Fördermöglichkeiten und -programmen. Im Laufe des Abends entstand außerdem die Idee eines Filmstammtischs – für mehr Kennenlernen, Diskutieren und Feedback. Wir danken für diesen gelungenen Abend und eure Impulse!

 Kontakt Aufsichtsrätin Filmwirtschaft:

Kristin Eubling
filmwirtschaft@wir-gestalten-dresden.de

 

Klubtreffen – die Dresdner Filmwirtschaft unter sich

Das Film Business ist People Business. Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken gehören dazu. Alle Akteure aus der Filmwirtschaft die interessiert, Gleichgesinnte treffen oder sich engagieren möchte – alle sind herzlich willkommen!
Weitere Informationen gibt es hier.

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