Musikmarkt in Dresden

Musikmarkt in Dresden

Musikmarkt in Dresden

Zur Musikwirtschaft zählen selbstständige Musiker:innen und Komponist:innen, Tonstudios,Tonträger- und Musikverlage, Ensembles, Theater- und Konzertveranstalter, Musical- und Konzerthäuser sowie der Musikfachhandel. Ergänzt wird dies von der Produktion von Musikinstrumenten und musikbezogenen Dienstleistungen.
Die Musikwirtschaft stellt einen eher kleineren Teilmarkt der Dresdner KKW dar. In der LHD erwirtschaftete die Musikwirtschaft mit 104 Unternehmen einen Umsatz von rund 65,6 Millionen Euro im Jahr 2016. Der Anteil der Musikwirtschaft an der gesamten Dresdner KKW ist dabei mit einem Umsatzanteil von 5,7 % insgesamt recht gering.

Bei einem detaillierteren Blick auf die Erwerbstätigen zeigt sich, dass der Anteil der SvB mit 2,2 % den kleinsten Wert unter den vier Gruppen aufweist. Demgegenüber existiert eine vergleichsweise große Anzahl an geringfügig Tätigen. Dies spiegelt die Struktur der Musikwirtschaft mit ihren zahlreichen Solo-Selbstständigen wider. Außergewöhnlich an der Dresdner Musikwirtschaft ist der hohe Umsatz pro Erwerbstätigen. Dieser ist der zweithöchste Wert aller Teilmärkte, direkt nach dem Pressemarkt, und spricht für eine hohe Wirtschaftskraft der bestehenden Unternehmen. Dies lässt sich sich mutmaßlich mit dem starken Musikalienhandel und den Dresdner Spielstätten begründen. Das Dresdner Zoundhouse bspw. verfügt auch durch Amazon über eine große Kundenreichweite. Insbesondere in der Musikwirtschaft ist jedoch zu erwarten, dass die Größe des Teilmarktes mit der verwendeten Abgrenzung als zu gering angegeben wird. Musikpädagog:innen, welche oftmals als Honorarkräfte eingestellt werden, werden bspw. somit nicht erfasst. Dies ist als problematisch zu erachten, da es sich bei dieser Berufsgruppe um hochprofessionelle Musiker:innen handelt, welche oftmals parallel als Solo-Künstler:innen bzw. als Ensemble tätig sind und ihr Einkommen aus mehreren Quellen beziehen.

Obwohl die Musikwirtschaft durch die rückläufige Entwicklung nicht als Zugpferd der KKW gezählt werden kann, ist deren Beitrag für die KKW und den Standort Dresden unbestreitbar. Zahlreiche Institutionen und Veranstaltungen belegen die Bedeutung des Standortes für diesen Wirtschaftszweig und umgekehrt. Das traditionsreiche Internationale Dixieland Festival oder die Dresdner Musikfestspiele unterstreichen diese Rolle in und für Dresden. Die Carl Maria von Weber Hochschule für Musik sowie die Hochschule für Kirchenmusik sorgen überdies dafür, dass die Musikszene ständig verjüngt wird. Dies ist ein großes Kapital des Teilmarktes in Dresden. So studieren über 650 Student:innen an den genannten Hochschulen im Wintersemester 2016/2017. Daneben wird jüngst auch der Populärmusik stärker Beachtung geschenkt.
Die elektronische Musikszene veranstaltet seit 2014 jährlich das DAVE Festival und auch die MusicMatch – Konferenz und Festival präsentiert die sächsische Musikszene in Dresden, will Potenziale aufzeigen und die Branche voranbringen. Als Konsequenz soll in naher Zukunft überdies eine sächsische Musikzentrale, d. h. eine Einrichtung, die als Anlaufstelle, Vertretung und Netzwerk fungiert, geschaffen werden. Dies ist das Ergebnis und zentraler Wunsch der lokalen Musikszene. 9 Labels wie K&F Records oder die Ballroom Records, der Musikverlag Oh my music! oder das in Dresden gegründete Unternehmen recordJET verdeutlichen die Vielseitigkeit der Branche vor Ort und sorgen für internationale Sichtbarkeit. Allerdings bestehen nach wie vor Potenziale in der Professionalisierung des Musikbetriebs abseits künstlerischen Schaffens. Gleichermaßen existiert in Dresden auch im öffentlichen Bereich eine starke Musiklandschaft. Die weltberühmte Semperoper sowie der Kulturpalast als Konzerthaus sind hierfür wichtige Beispiele.

Ansprechpartner:in

Johannes Gerstengarbe | Musikwirtschaft

Aufsichtsrat Musikwirtschaft

Geborener Musiker, Musikproduzent und -pädagoge. Johannes Gerstengarbe ist Wahldresdner seit 2001, mit zwei Unterbrechungen, um in Nashville zu studieren. Seit 2005 ist er freiberuflich als Musikproduzent tätig, seit 2015 betreibt er mit den „Ballroom Studios“ ein eigenes Musikgewerbe. Daneben ist Johannes Gerstengarbe Dozent für Arrangement an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und war stellvertretender Bundessprecher der Lehrbeauftragten (bis Ende Oktober 2018).



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